Abschied von der Tageszeitung

Tageszeitung mit Kaffee und Brötchen

Mit heute haben wir als Familie die letzte Tageszeitung erhalten. Das langjährige Abo ist beendet. Was für mich als “Silversurfer” eine neue Situation darstellt ist für den “Digital Nativ” längst Alltag: Das papierlose Frühstück. Erst kürzlich musste ich selbst über einen Twitterwitz schmunzeln:

Sitzt ein Twitterer morgens in der Bahn und fragt den Zeitungsleser: “Na, was ist denn gestern so alles passiert?”

Wettervorhersage in der Tageszeitung

Die “wichtigste App”- der Zeitung war in der letzten Zeit der kurze Blick auf die Wettervorhersage als Kleidungs-Varianten-Entscheidungs-Grundlage für die Kinder. Die Entscheidung für oder gegen Jacke Schirm, Schal, T-Shirt oder Sweatshirt wird zukünftig wohl per elektronischer App gefällt.

Wie es in der Zeitunslandschaft weiter geht, mag ich nicht vorhersagen. Einen Ansatz für die Zukunft der Medien – also auch der Zeitung – findet sich bei der Zeit online mit dem Artikel “Wer im Netz verkaufen will, muss die Pakete aufschnüren“. Der Online-Artikel kommt gerade recht zu unserem privaten Ende der Tageszeitungsära.

Was sich sonst noch so alles in dieser Republik und der Welt als solche verändern wird, kann ich heute noch ein letztes mal auf dem Papier lesen:
Zeitungsausschnitt MantelbogenDie Piratenpartei soll laut einer Umfrage im Bund die acht Prozent-Marke erreicht haben. Wie sagen die Piraten: “Klar zum Ändern”. In NRW stehen Wahlen an. Meine eigene kleine Wahl im Bezug auf mein tägliches Informationsbedürfnis habe ich getroffen:

Ab Montag geht es ohne Tageszeitung weiter.

Veränderungen sind immer irgendwie spannend. Natürlich werden wir als Familie damit zurecht kommen. Die Kinder allemal. Wie es mir gelingt? – … werde ich sehen. Ich bin zuversichtlich gestimmt.

In diesem Sinne, entspanntes Netzwerken wünscht Euch
Siegfried Brzoska

6 Gedanken zu “Abschied von der Tageszeitung

  1. Ich habe zwei Anläufe gebraucht. Beim ersten papierlosen Frühstück wusste ich gar nicht, wohin mit meinen Augen – aber jetzt mit iPad hat es ganz gut funktioniert. Obwohl ich zugeben muss, dass mir Print immer noch anders in den Sinnen liegt als elektronisches Lesen – doch der inhaltliche Wert geht über den sinnlichen Genuss…

  2. Auch wenn ich mich von meiner Tageszeitung am Morgen noch nicht ganz verabschieden möchte (schon irgendwie ein nettes Ritual um den Tag etwas entschleunigt zu beginnen:) ), so habe ich besonders in Hinblick auf Bücher meinen Konsum seit dem Erwerb meines Kindles umgestellt. Wenn andere in der Bahn sitzen und ihre Lesezeichen nicht wiederfinden oder einen schweren Wälzer auspacken, da habe ich meinen Reader schon lange in der Hand und lese bereits die ersten Zeilen. Zudem habe ich verschiedene Bücher immer griffbereit dabei.

  3. irgendwie mag ich Papier immer noch sehr gerne, aber auch aus ökologischen Gründen ist die papierlose zeitung wohl angesagter …
    Aber so ein richtig schönes Hardcover Buch bleibt uns hoffentlich noch eine Weile erhalten.

  4. Die Zeitung abbestellt haben wir inzwischen auch. Aber Zeitung lesen auf dem Kindle – das war nichts. Für meinen Geschmack einfach zu wenig Fläche.
    iPad? Kindle DX (so heißt der DIN A4-Kindle glaube ich)? Wie machst du das? Ich bin mit der Situation inzwischen ziemlich unzufrieden und frage mich, ob ich doch ganz altmodisch wieder eine Zeitung bestelle.
    Wer hat einen guten Tipp?

  5. Was für mich zur richtigen Zeitung gehört, ist das Teilen. In unserer Familie wird die Tageszeitung über den ganzen Tag hinweg von allen unterschiedlich gelesen. Beim gemeisamen Frühstück “zerrupft” und von drei Personen gleichzeitig konsumiert. Ein iPad würde eine solche Behandlung nicht durchstehen – oder?

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